Warum einfach, wenns auch adäquat komplex geht?

Samstag, 09.September 2006

Ich muss zugeben, ein formidables Faible für Fremdwörter zu haben. Der orange Duden ist eines meiner Lieblingsbücher; er ist meine Quelle des Klugschiss, die nie versiegt. Ich genieße es, ab und an eine beliebige Seite aufzuschlagen und mir irgendwelche Worte zu merken, die da zufällig stehen mögen. Die kann man dann völlig überflüssig Anstelle von allgemein verständlichen Wörtern verwenden, um seine armen Mitmenschen auf die Palme zu bringen. Auch hier möchte ich meinen werten Lesern meine Favoriten nicht vorenthalten. Ich versuche mich auf ein paar Wörter zu beschränken, die man möglicherweise tatsächlich einmal gebrauchen könnte. Deshalb ab sofort neu zu lernende Fremdwörter in was weiß ich, hellblau.

Dissentieren: von abweichender Meinung sein

Viktualien: Lebensmittel

Vazieren: frei, unbenutzt sein

Tribadismus: lesbische Liebe

Torpid: Starr, regungslos, schlaff, stumpfsinnig, benommen

Exkulpieren: entschuldigen

Saisonale allergische Rhinitis: Heuschnupfen (hab ich)

Epistaxis: Nasenbluten (hab ich, wegen saisonaler allergischer Rhinitis)

Eruktieren: Rülpsen (Absolut cooles Wort! „Verzeihen sie meine Eruktion, Gnädigste.“)

Strabismus: Schnarchen

Chronische Onychophagie: Nägelbeißen (klingt viel besser, wenn man sagt, man leidet an chronischer Onychophagie, als „Ich kau an meinen Nägeln“)

2 Trackbacks

  1. By Der Muckraker on November 22, 2006 at 4:04 pm

    Unglaublich! Folter und Gewalt in Deutschland um das Recht auf freie Meinungsäußerung und Berichterstattung zu unterdrücken!

    Unglaublich! Folter und Gewalt in Deutschland um das Recht auf freie Meinungsäußerung und Berichterstattung zu unterdrücken!
    Jörg Reinholz hat einen geradezu unglaublichen Skandal aufgedeckt.
    In Deutschland wird Folter und Gewalt pr…

  2. By 2-Blog » Blog Archiv » Faustisches Streben on March 30, 2007 at 2:31 pm

    […] Zuerst verabschiedete er sich von der Sekretärin wie immer, verließ die Ordination, und schlich kurz darauf direkt unter ihrem Empfangstisch auf Knien wieder hinein. Dort blieb er in ihrem toten Winkel sitzen. Doch die Tür zu Dr. Bramarbas’ Büro befand sich direkt gegenüber. Wie sollte er die aufbekommen, ohne von der Sekretärin bemerkt zu werden? Der Doktor selbst therapierte gerade eine Siebzigjährige mit chronischer Onychophagie im Behandlungszimmer, stellte also keine Gefahr dar. […]

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