Mein Name ist Martin. Das ist mein Blog.

Ein Blog, das ist eine Art Online-Tagebuch, in den man interessante, witzige und/oder informative Geschehnisse und Gedanken der vergangenen Tage im Leben irgendeiner Person lesen kann.

Es gibt echt gute Blogs. Sie beschäftigen sich mit tiefgründigen philosophischen Fragen oder sind sonstwie unterhaltsam zu lesen. Wieso liest du meinen?

Am 2. Juli 2004 habe ich begonnen, ein Tagebuch zu schreiben.

Heute, etwa zwei Jahre später, tu ich nichts anderes als dieses Tagebuch zu digitalisieren indem ich es als Blog veröffentliche. Das ist der Grund, weshalb täglich ein neuer Eintrag mit einem Datum von vor genau zwei Jahren erscheint, und nicht etwa, dass ich im falschen Jahr leb, das hab ich überwunden. Um diese antiken Einträge besser kenntlich zu machen, werde ich sie in sagen wir mal, blau hervorheben.

Freitag, 2. Juli 2004

Liebes Tagebuch.

Es ist kurz nach Mitternacht und mangels eines beschriebenen Buches, das ich nun lesen könnte, schreibe ich jetzt eben Tagebuch. Was liegt näher, als bei meinem bewegten Leben Tagebuch zu führen?

Gerade gestern hat mich jemand gefragt, was ich schon alles erlebt habe, und ich hab geantwortet, es würde ein Buch füllen, und, du hast da was auf der Nase, denn da saß ein Blutegel. Denselben Mann hatte ich zuvor aus den Fangarmen einer Riesenkrake befreit. Soviel dazu.

Ich habe vor, mir ein Handy zu kaufen. Aber mein Vater hat das nicht.

Das war natürlich nur der langweilige Teil des heutigen Tages.

Als ich nämlich bei der Arbeit in einem Souvenirshop so vor mich hin döse, kommt plötzlich ein Grizzly bei der Tür herein! Das heißt, er versuchte es, aber natürlich war er viel zu groß. Er erwischte nur drei Kunden, Italiener. Aufgrund der Nichtexistenz an Interesse am Verlust meines Jobs musste ich mir aber doch einen Weg überlegen, ihn loszuwerden.

Ich lief also hinauf ins Lager, während ich ein paar Imigranten, die etwas stehlen wollten, im Auge behielt. Und sah mich dort nach einer Waffe um. (Ja, ich kann mich gleichzeitig umschauen und etwas im Auge behalten.)

Doch dann hatte ich eine bessere Idee. Ich packte einen der verdammten Jodelbären, von denen ich immer Sodbrennen krieg, und schmiss dem Bären den Teddy auf den Kopf!

Schlagartig änderte sich sein Gesichtsausdruck und wurde weich; er nahm den Teddy zärtlich auf, woraufhin selbiger herzhaft jodelte. Liebevoll drückte er seinen kleinen Stoffkameraden an sich.

Wenn der geneigte Leser jetzt glauben sollte, „Wie süß, er hat sich nach einem Gefährten gesehnt, und jetzt geht er bestimmt zurück in den Wald und lebt friedlich bis an sein Ende.“, dann muss ich ihm leider mitteilen, dass er ein tagträumender leichtgläubiger Dilettant ist, und in Wirklichkeit bleibt ein Bär leider immer ein Bär.

Ich wusste das natürlich, weshalb ich die Unaufmerksamkeit des Bären ausnutzte und ihm kräftig in den Magen schlug. Er fiel zusammen, und als er sich wieder aufrichten wollte, um zu einem vernichtenden Prankenhieb auszuholen, haute er sich am Türrahmen den Kopf an.

Ich schleifte ihn in seiner Bewusstlosigkeit zum Inn und ertränkte ihn, bevor er Schaden anrichten konnte.

Dann habe ich eine teure, kaputte Kuckucksuhr an einen netten Schweizer verkauft.

So in etwa.

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