Holophrastische Interjektionen

Uns Comicfans wird mitunter die puerile Freude an lautmalenden “Peng”-Worten vorgeworfen, bis hin zur Beschuldigung der Verrohung der deutschen Sprache. Ganz im Gegenteil dienen diese nur dazu, die Fantasie des Lesers anzuregen, sich ein entsprechendes Geräusch vorzustellen, ähnlich den Regieanweisungen eines Theaterstücks. Die Erfahrung zeigt, dass es zur Verteidigung gegen solch wilde Anschuldigungen gewöhnlich hilfreich ist, mit Fremdwörtern um sich zu werfen und dann möglichst schnell das Thema zu wechseln.

Onomatopöie = lautmalende Worte wie Peng, Uff, Zack, oder auch Bumm. Verstärkung durch Vervielfachung der Vokale und Konsonanten möglich (Brüüülll!); Zeitablauf mittels Vorsilbe dargestellt (Ka-Bumm!).

Inflektiv = Analogie zum Englischen Infinitiv durch Weglassen der Deutschen Infinitivendung -n oder -en: seufz, gähn, ächz, stöhn etc.

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