Keine Panik

Wie groß konnte dieses Gebäude sein? Mort beschlich das Gefühl, sich im Kreis zu bewegen. Doch wieso, wenn dem so wäre, kam er nie bei den Metalltüren des Aufzugs vorbei? Er kam erneut zu einer Abzweigung, hier war er doch wirklich schon einmal. Er drehte sich zweimal im Kreis, atmete hektisch, bevor er nach links weiterstolperte. Immer öfter drehte er sich um; er konnte das Gefühl nicht abschütteln, von jemandem verfolgt und beobachtet zu werden. Und bestimmt nicht unbegründet, sagte er sich; seine Abwesenheit musste inzwischen längst bemerkt worden sein. Die Gänge schienen sich nun doch zu verändern; sie wurden immer schmäler! Mort ließ sich auf die Knie sinken, als der Korridor begann, sich um ihn zu drehen.
Was hatte Evelyn gesagt? Was sollte er tun, wenn er nicht mehr weiterwusste? Wenn etwas schiefgehen sollte? Ach ja – Nummer 500. Mort angelte die letzte Serviette aus seiner Hosentasche.
    500. Keine Panik.
Mort musste lachen. Evelyns Optimismus war in der Tat bekräftigend. Er fand es unglaublich, welchen Einsatz dieses Mädchen leistete, nur um ihm zu helfen. Er musste einfach erfolgreich sein, er musste ihren Plan ausführen, das schuldete er ihr.
Der Gang sah wieder so aus wie zuvor, und all die anderen Gänge auch. Mort fand das besser als der sich drehende Gang mit den bewegten Wänden. Und er lief weiter.

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