SKT

Zum ersten Mal seit langem fühlte Mort sich wohl, als er in frischem Look die Hermés Paris-Boutique auf der Parizska verließ und Evelyn in ein nahe gelegenes Café folgte.
Nun strahlte er zwar äußerlich wie nie zuvor, doch innerlich fühlte er sich leer. Er fragte sich, ob es dieses Gefühl war, das die Leute beschrieben, wenn sie behaupteten, Geld mache nicht glücklich. Dann fiel ihm ein, dass er seit vierundzwanzig Stunden nichts gegessen hatte, und er verwarf seine erste Theorie wieder. Er bestellte sieben Schinken-Käse-Toasts, und dann noch mal zehn.
Evelyn sah ihm dabei zu und trank in derselben Zeit eine Tasse Cappuccino. Mort erstellte eine geistige Notiz, sich bei Gelegenheit bei ihr erkenntlich zu zeigen.
Als er wieder den Eindruck machte, Fragen beantworten zu können, kam Evelyn auf ihren Plan zurück: „Ich habe eine Idee. Sag mir, was du davon hältst.“
„Hätte ich doch das pinke Hemd nehmen sollen?“, fragte Mort abwesend.
„Nein, mauve steht dir hervorragend.“, winkte Eve ab. „Ich rede von unserem Plan.“
Mort überlegte eine Sekunde lang, dann verriet der Schatten, der sein Gesicht befiel, dass ihm seine wahnwitzige Mission wieder eingefallen war.
„Oh, gut.“, seufzte er. „Schieß los.“

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