Nachholbedarf

12 Stunden lang geschlafen! Wie ich mein eigenes, ruhiges, weiches, horizontales Bett liebe!

Jeder Versuch, den Spaß, die Freude, die Glückseligkeit, die Müdigkeit, Übelkeit und Euphorie der vergangenen Tage zu beschreiben, wäre absolut vergeblich. Denn keine Worte können ausdrücken, was unsere formidable Klasse auf der Maturareise erlebt hat, geschweige denn die Emotionen, die höher schlugen als die Wellen gegen unser Schiff, die Trovna, an jenem windigen Tag.

Darum werde ich es unterlassen, die Discos, die Strandparty, die Piratenparty und die Fete Orange überhaupt zu erwähnen. Wer, der nicht dabei war, könnte schon eine vage Vorstellung von der Aufregung erlangen, wenn ich nur die wunderschönen Orte nannte, die wir besuchten; Trogir, Hvar (waa?), Split, und unzählige romantische Buchten. Was für einen Sinn hätte es, beschreiben zu wollen, was wir unternommen haben, wie im Gummiboot im freien zu schlafen, 80 Kune für schlechte Cocktails zu bezahlen, zu pokern, mit dem Schlauchboot unterm Gesäß vom Boot ins Wasser zu springen, bei 20 Knoten Wind die Segel zu setzen oder um vier Uhr früh (vier Stunden vor heimfahrt) Chili mit Nachos* zu essen.

Über die Pannen würde ich nicht einmal schreiben wollen. Die sechs Stunden Wartezeit bei der Ankunft. Als ich vor lauter Hitze den Eiskaffe zehn cm zu weit vorne platzierte, also nicht auf den Tisch, sondern über meine Flipflops. Und das Trauma schlechthin: Nudeln im Gesicht. **

* für den Crunch-Effekt: durch die Vibrationen auf den Zähnen wird Serotonin im Gehirn freigesetzt, sodass wir uns glücklich fühlen. Einer Maus hat man einmal eine künstliche Glückshormonzufuhr ins Gehirn eingebaut, die Aktiviert wurde, wenn die Maus einen Knopf drückt. Sie starb nach zwei Tagen, weil sie zu glücklich war, um was zu fressen. Sicher die glücklichste Labormaus aller Zeiten.

**Insider

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