Psychoduck, des ersten Teils Fortsetzung

„Du fragst dich bestimmt, wie sie freigekommen ist, oder, Keule?“, fragte eine Stimme hinter mir.

Dank meines einzigartigen Erinnerungsvermögens wusste ich sofort, dass die Stimme dem Typen gehörte, der unsere Schulbücher vergiftet hatte. Na klar! Der war ja auch in der Klapsmühle gelandet!

Er wartete keine Antwort ab, sondern erklärte: „Sie haben mich mit dieser Ente in eine Zelle gesperrt. Es war nicht übel dort. Hell, weich, aber etwas klaustrophobisch. Also benutzten wir Mr. Gimlet hier,“ – er zeigte auf den Handbohrer der Ente – „um die Wachen auszuschalten, und flohen dann auf meinem Pogostock. Wusstest du, dass Pogostöcke bis zu 40 km/h schnell werden können?“

„Wie konntest du das tun? Die Ente ist gefährlich! Siehst du denn nicht das wahnsinnige blitzen in ihren Augen?“, erwiderte ich aufgebracht.

„Sind wir nicht alle ein bisschen verrückt?“, fragte er zurück.

„Ich nicht.“, sagte ich, sprang auf und versetzte dem Psycho einen schönen, kräftigen rechten Schwinger, gefolgt von einem so genannten Schädelbrecher (eine eigene Kreation, bei der ich seine Finger umbiege; ich hätte die Attacke auch Fingerbieger nennen können, aber mal ehrlich, was klingt besser?) Da versetzte mir irgend etwas von hinten einen Schlag, sodass ich zwei Meter durch die Luft flog und noch weiter geflogen wäre, hätte nicht eine solide Mauer meinen Flug abrupt beendet. Als ich wieder aufspringen wollte, saß die Ente schon mit bleiernem Gewicht auf meiner Brust. Ich konnte nicht mehr atmen, während ich Mr. Gimlet auf mich zukommen sah.

„Quack.“, sagte die Ente.

Ich schrie auf, als sie den Handbohrer an meine Stirn setzte und langsam zu drehen begann. Blut formte ein Rinnsal über mein Gesicht und floss gen Boden, und ich konnte fühlen, wie der Bohrer an meinem Schädelknochen kratzte. Dann empfing ich dankbar die gnädige Onmacht, die mich endlich übermannte.

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