Psychoduck, erster Teil

Dienstag, 23. November 2004

Am Heimweg von der Schule geh ich ganz friedlich vor mich hin, in Gedanken versunken und träumend.

Auch wenn ich träume, hab ich immer noch bessere Reflexe als du, wobei ich hier nicht das Tagebuch, sondern dessen werten, aber unautorisierten Leser anspreche.

Doch man griff mich feige von hinten an.

Natürlich war ich keineswegs verwirrt, lediglich milde überrascht, als mich jemand in eine Gasse zerrte und mir einen Sack über den Kopf stülbte.

Ich kann immer noch klar denken, wenn ich in einem Bus sitze, der sich sieben Mal überschlägt, also kann ich das auch, wenn ich kopfüber in einem Sack über Pflastersteine und eine Treppe hinunter geschleppt werde.

Nach exakt 13.92 Sekunden hatte ich, die ungefähre Stärke meines Kidnappers, meine Schnelligkeit sowie die Beschaffenheit des Untergrunds und das BIP/EW Argentiniens mit einbeziehend, alle Fluchtmöglichkeiten durchgerechnet, kam jedoch auf eine Chance von 43.15% zu entkommen, 7.5% zu sterben und 0.9% mir eine Erkältung zu holen, also blieb ich still in meinem Sack.

Ich wurde unsanft auf einen Stuhl gesetzt, und der Sack wurde entfernt.

Es hätte kein schlimmeres Erwachen geben können.

Da saß die Ente und starrte mich böse an. Ihr Schnabel verzerrte sich zu einem wahnsinnigen Grinsen, als sie ihren Handbohrer langsam drehte. Ich wusste, dass es ein Fehler war, sie auszubilden!

Aber ich hatte sie doch ins Irrenhaus geliefert! Wie war sie nur freigekommen?

Jester, Psychoduck von der Funny Farm

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