Ich lebe

Doch, um in Zukunft banges hypochondrisches Warten auf Verschlimmerung der Symptome zu vermeiden, habe ich mir, wie versprochen, umfassendes mykologisches Fachwissen angeeignet.

Giftpilze

Die häufigste Pilzvergiftung ist das phalloide Syndrom, hervorgerufen vor allem durch den grünen Knollenblätterpilz. Findet ihr im Spätsommer und Herbst unter Buchen und Eichen. Papst Clemens VII starb an solch einem Pilz.

Grüner Knollenblätterpilz

Die zweite Art ist das Orellanus Syndrom, hervorgerufen durch den Orangefuchsigen Rauhkopf. Wächst genauso im Spätsommer unter Eichen und Buchen. Weist der leider eine erstaunliche Ähnlichkeit mit dem beliebten Eierschwammerl oder Pfifferling auf. Der ist jedoch nicht orange, sondern gelb, und hat keine Lamellen, sondern Leisten, die weit am Stiel herablaufen und gabelig verzweigt sind.

Orangefuchsiger Rauhkopf

Zum dritten könnt ihr euch in unseren Breitengraden mit der Frühjahrsorchel umbringen, die das Gyromitrin Syndrom verursacht. Roh ist das der zweitgiftigste Pilz überhaupt, ein einziger Fruchtkörper genügt. Im Frühling in Kiefernwäldern, auf Kahlschlägen oder in Straßengräben zu finden. Aber wer sowas im Straßengraben findet und reinbeißt…

Frühjahrslorchel

Des weiteren gibt es natürlich noch unzählige Giftpilze, die nicht tödlich sind, aber auch unangenehme Wirkungen haben können, und die schlecht schmecken.

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