Eine Gutenachtgeschichte

Sonntag, 17. Oktober 2004

 

Na schön, eine Gutenachtgeschichte. Aber nur eine.

Es war einmal eine alte Frau, die war sehr alt und hatte aufgrund dessen sehr viel Freizeit, denn sie war alt. Sie tat nicht viel auf ihre alten Tage, obschon sie viel Freizeit hatte; nur zwei verschiedenen Tätigkeiten ging sie den lieben langen Tag lang nach.

Zum einen häkelte sie sehr gerne, und so konnte sie stundenlang dasitzen und häkeln, was eine ihrer zwei Lieblingsbeschäftigungen war, die sie in ihrer Freizeit, die das hohe Alter ihr gewährte, tätigte.

Oder aber sie saß in ihrem Schaukelstuhl, und wippte vor, und zurück, und wieder vor, und dann wieder zurück, woraufhin sie wieder vorwippte, nur um dann wieder zurückzuwippen, und dann wiederholte sie diesen Vorgang des Vorwippens und darauf folgenden Zurückwippens, immer wieder.

Das waren also die zwei Dinge, die die alte Frau in ihrer Freizeit zu tun pfelgte; zu häkeln, Masche für Masche, Reihe für Reihe, bis sie schließlich ein hübsches buntes Quadrat vor sich hatte, das sie dann, während sie in ihrem Schaukelstuhl vor und zurück wippte, betrachtete, denn in diesem Schaukelstuhl zu sitzen und vor und zurück zu wippen, das war ihre zweite Beschäftigung, neben dem Häkeln bunter Quadrate.

Manchmal, wenn ihr ganz, ganz laaangweilig war, machte sie sogar beides auf einmal.

Dann saß sie in ihrem Schaukelstuhl und wippte immer und immer wieder vor und zurück und dann wieder von vorne, während sie gleichzeitig bunte Quadrate häkelte, Masche für Masche.

So ging das Tage-, Wochen-, Monatelang; die alte Frau saß nur in ihrem Schaukel-

 

Gut, das sollte reichen.

Das ist so langweilig, das hält keiner durch. Ich bin selber beim Schreiben zweimal eingeschlafen, und einmal beim Durchlesen.

Sollte jemand diesen Satz hier lesen, weil er diese Seite rein zufällig aufgeschlagen hat, so lasse dir folgendes gesagt sein.

Dies ist ein Tagebuch. Das geht nur mich etwas an! (Und jetzt stell ichs ins Internet für jedermann zu lesen. Ich weiß, ich weiß.) Der ganze Blödsinn fungierte nur als Schutz gegen unautorisierte Leser!

Allen, die bis hierhin das Buch nicht vor Wut zerrissen, oder von Tränen des Mitleids und des Schmerzes getränkt haben, und nicht eingeschlafen sind, möchte ich herzlich gratulieren. Ihr habt es geschafft.

„Was denn?“, hör ich dich fragen. „Was habe ich geschafft?“

Kostbare Minuten deiner Zeit beim lesen dieser Seiten zu vergeuden, verruchter Philister!

Und jetzt geh und steck deine Nase in Bücher, die dich was angehen, wie den Fremdwörterduden, oder dein eigenes Tagebuch!

One Trackback

  1. By Der Muckraker on November 15, 2006 at 5:51 pm

    Punish Punisher

    Ein neues interessantes Weblog wird geboren, das es sich zur Aufgabe machen wird, die Bestrafer zu bestrafen.
    Das Moral-, Rechts- und Unrechtsbewusstsein, so wie normale Menschen es verstehen, ist in vielen Medien – egal ob in Foren, Blogs oder Online-…

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *

*
*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>