Albtraum II

Obschon ich wegen des Blutes, das hervorquoll, nicht viel erkennen konnte, spürte ich deutlich, wie die porös wirkenden Unterkiefer mit ungeahnter Kraft die Zähne in mein Fleisch trieben, bis hin zur Elle, welche leise splitterte. Es schmatzte unappetitlich und der Zombie grunzte genüsslich, als er das Maul wieder öffnete, um erneut mit voller Kraft zuzubeißen, offenbar im Willen, den Arm vollständig abzutrennen.

Gleichzeitig hatte ich mit meinem freien Arm unbewusst etwas ertastet. Das Stromkabel meiner Nachttischlampe. Bevor ich den Gedanlen, den Zombie damit zu würgen, auch nur einer Überlegung zu würdigen gedenken konnte, schloss sich der tote Mund wieder um mein Handgelenk. Aus einem Reflex heraus riss ich meinen freien Arm hinüber, wo sich gleich wieder die Zahnstummel in mein Fleisch bohren würden.

Diesmal rettete mich mein Instinkt. Das Kabel geriet zufälligerweise zwischen die Zähne des Untoten und den Arm, den er beißen wollte. Dabei musste der Zombie wohl das Meißte abbekommen haben, denn er wechselte geräuschvoll in den Zustand, der Toten gebührt, nämlich tot.

Jetzt stellen sich für mich einige beunruhigende Fragen.

Wo ist er hergekommen?

Gibt es dort noch mehr?

Was wird mit meinem Arm geschehen?

Und was war das eben für ein Geräusch?

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